Grafik Beziehungsqualität © GAB München 2015 © GAB München 2015

Qualifizierungswege für Aus- und Weiterbildner*innen



Derzeit finden sich in der Fortbildungslandschaft unterschiedlichste Angebote, um sich für die Tätigkeit als Aus- und Weiterbildende*r zu qualifizieren oder weiterzuentwickeln. Konkrete Fortbildungsanschlüsse als Nachweis der erforderlichen (arbeits-)pädagogischen, psychologischen, methodischen, aber auch organisatorischen, strategischen und rechtlichen Kompetenzen finden sich jedoch kaum. 

Eine explorative Studie im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) 2008 ergab, dass die erworbenen Qualifikationen im Rahmen der AEVO zwar eine wichtige Grundlage für die Aufgaben von Ausbilder*innen sei, dass diese jedoch nicht ausreichten. Steigender wirtschaftlicher Druck, demographischer Wandel, Werte- und Einstellungswandel der Jugendlichen und zunehmend heterogene Lerngruppen sind nur einige Befunde der Studie. Die Ergebnisse dieser Studie sind aktueller denn je! Die Digitalisierung als ein weiterer Megatrend, scheint die Entwicklungen noch weiter zu verschärfen. Diese Veränderungen führen dazu, dass die Aufgaben von Aus- und Weiterbildenden immer komplexer werden.

Aus den Erkenntnissen der Studie entstanden die Fortbildungsberufe Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagog*in und Gepr. Berufspädagog*in, die zum Ziel haben, den in der diagnostizierten gestiegenen Qualifikationsbedarf besser decken zu können. Hieraus entstand der dreistufige Aufbau der Qualifizierungswege in der Aus- und Weiterbildung. Qualifizierungswege, die sich bis heute auf dem Weg zu einer professionellen und vor allem zukunftsgerichteten Aus- und Weiterbildungsarbeit bewährt haben.

Darstellung der Qualifizierungswege für Aus- und Weiterbildende © GAB München 2017



AEVO


Die Basisqualifikation für die Aufgabe von Ausbildenden sind im Rahmen der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) festgelegt. Demnach hat jede/r in der Berufsausbildung Tätige den Erwerb von berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten nachweisen, um in der Ausbildung tätig werden zu dürfen. Im Rahmen der Fortbildungsangebote der AEVO erwerben Interessierte den sogenannten „Ausbilderschein“, der die Grundlage bildet ausbilden zu dürfen. Zielsetzung ist es den Ausbildenden ein rechtliches, organisatorisches und pädagogisches Grundrüstzeug an die Hand zu geben, mit dem sie erste Schritte im Rahmen der Ausbildung bewältigen können. Weitere Informationen finden Sie auf diesen Seiten


Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge / Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin


Der Abschluss zum/zur Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagog*in kann durch eine IHK-Prüfung erworben werden. Diese Aufstiegsfortbildung ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf der Stufe 6 eingeordnet und bietet somit einen Abschluss auf Meister- bzw. Bachelorebene.

Die Fortbildung zum/zur Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagog*in bietet die Möglichkeit der berufs-und arbeitspädagogischen Spezialisierung und richtet sich an Aus- und Weiterbildende, die mit Lernenden arbeiten, Lernprozesse gestalten und begleiten sowie planende Aufgaben in der betrieblichen Bildung ausüben. Detaillierte Informationen zu Inhalten, Anforderungen, Zulassungsvoraussetzungen finden sie hier


Berufsprofil Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge / Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin


Aus- und Weiterbildungspädagog*innen sind in betrieblichen sowie überbetrieblichen beruflichen Bildungsprozessen tätig. Sie planen und gestalten die unmittelbaren Lernsituationen von Auszubildenden und Weiterbildungsteilnehmenden und begleiten sie in ihrem individuellen Lernprozess. Darüber hinaus kümmern sie sich um die Planung, Organisation und Optimierung der Lernwege im jeweiligen organisatorischen Kontext, d.h. im Betrieb oder in der Bildungseinrichtung. Bei ihrer Arbeit berücksichtigen sie neben pädagogischen Kriterien auch Aspekte der Wirtschaftlichkeit und des Qualitätsmanagements.

Eine weiterführende Beschreibung des Fortbildungsabschlusses Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge / Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin findet sich auf der Homepage des Weiterbildungs-Informationssystems des DIHK.
Die Prüfungsordnung inklusive Zulassungsvoraussetzungen zum Fortbildungsabschluss Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge / Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin findet sich hier.
Für die individuelle Klärung der Zulassung zur Fortbildungsprüfung wenden Sie sich an den/die zuständige*n Ansprechpartner_in der IHK. (Für die IHK München und Oberbayern siehe hier)


Geprüfter Berufspädagoge / Geprüfte Berufspädagogin


Der Abschluss Geprüfter Berufspädagoge / Geprüfte Berufspädagogin ist ebenfalls eine Aufstiegsfortbildung mit IHK-Abschluss und ist als Erweiterung des Abschlusses Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagog*in zu betrachten. Er ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf der Stufe 7 eingeordnet und ist damit äquivalent zu einem Masterabschluss zu betrachten.

Die Fortbildung zum/zur Gepr. Berufspädagog*in geht über die berufs-und arbeitspädagogischen Fähigkeiten hinaus und erweitert diese um Kompetenzen in Führungs-und Leitungsaufgaben der Aus-, Weiterbildung sowie Personalentwicklung.

Die Fortbildung richtet sich an Aus- und Weiterbildner*innen, die heute schon in strategischen Funktionen der Betrieblichen Bildung/Personalentwicklung arbeiten und ihr Handeln auf ein pädagogisch wie strategisch solides Fundament stellen möchten.


Berufsprofil Geprüfter Berufspädagoge / Geprüfte Berufspädagogin


Geprüfte Berufspädagogen übernehmen in der beruflichen Aus-, Weiterbildung und Personalentwicklung pädagogische, organisatorische, beratende sowie strategische und leitende Aufgaben. Sie entwickeln, gestalten und evaluieren betriebliche und überbetriebliche Bildungsprozesse, beraten und begleiten berufspädagogische Innovationen und Veränderungen im jeweiligen institutionellen Kontext und sind verantwortlich für die strategische Positionierung und Weiterentwicklung der beruflichen Bildung. Die Analyse des Bildungsbedarfs aufgrund technischer, organisatorischer und gesellschaftlicher Entwicklungen gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie das Controlling der realisierten Maßnahmen und die enge Abstimmung mit allen relevanten Akteuren.

Eine weiterführende Beschreibung des Fortbildungsabschlusses Geprüfter Berufspädagoge / Geprüfte Berufspädagogin findet sich auf der Homepage des Weiterbildungs-Informationssystems des DIHK.
Die Prüfungsordnung inklusive Zulassungsvoraussetzungen zum Fortbildungsabschluss Geprüfter Berufspädagoge / Geprüfte Berufspädagogin findet sich hier.
Für die individuelle Klärung der Zulassung zur Fortbildungsprüfung wenden Sie sich an den/die zuständige*n Ansprechpartner*in der IHK. (Für die IHK München und Oberbayern siehe hier)



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