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Meldung vom 02.10.2020:


Neuer Lernansatz in der Ausbildung zur generalistischen Pflege

Eine Herausforderung für Träger und Praxisanleiter*innen. Unser Angebot


Mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung wird „per Gesetz“ ein Lernen gefordert, in dem die Auszubildenden selbständig tätig werden und ihre Kompetenzen in der eigenständigen Umsetzung realer, komplexer Arbeitsaufgaben entwickeln. Doch wie kann so ein Lernen praktisch umgesetzt werden? Wie können Pflegeeinrichtungen und -träger ihre spezifischen Wege dafür finden, die Chancen der Pflegeberufereform effektiv zu nutzen?


Konkrete Fragen, die uns in der Praxis rund um die Umsetzung der „Generalistik“ erreichen sind u.a.:
  • Wie können Auszubildende eine Aufgabe selbständig durchführen, die sie noch nie gemacht haben? Wie können sie dabei Verantwortung für die vollständige Planung, Durchführung und Dokumentation der Pflegehandlung übernehmen?
  • Wie können Praxisanleiter*innen Auszubildende bei dieser Art des Lernens begleiten?
  • Welche Organisationsformen braucht so ein Lernen in den Ausbildungseinrichtungen, damit es effektiv und nachhaltig gelingt?
Seit Mitte 2019 befassen wir uns in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der praktischen Pflege und aus Pflegefachschulen mit diesen und weiteren Fragen zur konkreten berufspädagogischen Ausgestaltung der neuen Pflegeausbildung. In diesem Zusammenhang ist das folgende Angebot entstanden:

(1) Wir begleiten Ausbildungseinrichtungen und Pflegefachschulen bei der berufspädagogischen Gestaltung, Organisation und Umsetzung von arbeitsintegrierten und kompetenzorientierten Lernprozessen:

Wir haben dafür ein umfassendes, auf die Spezifika der jeweiligen Einrichtung adaptierbares und skalierbares Ausbildungskonzept für die generalistische Pflegeausbildung entwickelt (im Kern bestehend aus: Formulierungen konkreter Arbeits- und Lernaufgaben für alle vom Gesetzgeber geforderten Kompetenzen sowie Vorschlägen und spezifische Werkzeugen für die Organisation des Lernens).

(2) Wir qualifizieren Multiplikator:innen, die Praxisanleiter*innen in die berufspädagogische Begleitung des arbeitsintegrierten Lernens einführen können.

Die Begleitung von arbeitsintegrierten Lernprozessen erfordert für das Ausbildungspersonal oft ein Umlernen: weg von der Unterweisung, hin zur Lernprozessbegleitung. Gemeinsam mit den Einrichtungen werden Qualifizierungswege entwickelt, die die Akteure der praktischen Ausbildung bei diesem Rollenwandel begleiten und sie mit wirksamen Ansätzen und Instrumenten zur Unterstützung der Lernprozesse der Auszubildenden ausstatten.

(3) Wir begleiten Pflegeinrichtungen bei der Erarbeitung und Etablierung einer neuen Lernkultur, die die Implementierung der Ansprüche an die neue Ausbildung gerecht wird.

Einführung und Verstetigung des arbeitsintegrierten Lernens erfordern eine angemessene Einbettung in Bezug auf Strukturen, Prozesse und Beziehungen. Wir begleiten entsprechende Organisationsentwicklungs- und Lernprozesse.

Unser Angebot haben wir in ständigen Feedbackschleifen mit Praxispartnern aus Pflegeeinrichtungen entwickelt, die ihre Ausbildung derzeit umstellen.

Kontaktieren Sie uns bei Interesse. Gemeinsam können wir ein maßgeschneidertes Angebot erarbeiten.


Hintergrund

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) wurde von der Bundesregierung beauftragt gemeinsam mit einer Fachkommission von Expert:innen aus dem Pflegebereich die Rahmenpläne nach § 53 Pflegeberufegesetz (PflBG) für die schulische und die praktische Pflegeausbildung zu entwickeln. Darüber hinaus wurden von diesen Akteuren verschiedene orientierende Hilfestellungen entwickelt wie Begleitmaterialien zu den Rahmenplänen oder „Handwerkszeug“ wie der Muster-Ausbildungsnachweis.

Damit stehen zentrale Hilfsmittel und Werkzeuge zur Verfügung.
Wir unterstützen Pflegeeinrichtungen und Pflegefachschulen bei der Handhabung und Umsetzung.




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